Begleiteter und Beschützter Umgang

Seit Januar 1999 ist der Caritasverband im Auftrage des Jugendamtes der Stadt Wilhelmshaven im Bereich der Hilfe und Begleitung bei der Durchführung von strittigen Umgangskontakten tätig.

Was ist ein Begleiteter und Beschützter Umgang?

Begleiteter und Beschützter Umgang stehen in der Regel in Zusammenhang mit Auseinandersetzungen der Eltern infolge von Trennung oder Scheidung.

Begleiteter Umgang kann in konfliktreichen Situationen eine Hilfe sein, das Recht des Kindes auf Umgang mit dem getrennt lebenden Elternteil oder anderen berechtigten Bezugspersonen umzusetzen (Neues Kindschaftsrecht vom 01.07.1998).

Begleiteter Umgang dient der Anbahnung, Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung eines Umgangskontaktes zwischen dem Kind und dem zum Umgang berechtigten Elternteil oder anderen berechtigten Erwachsenen und soll einen Kontakt sichern, der selbständig nicht zustande käme.

Beschützter Umgang kann vorhandene Bindungen des Kindes erhalten und Entfremdungen vorbeugen, wenn eine Kindeswohlgefährdung durch den umgangsberechtigten Elternteil vermutet wird. Er dient dem Schutz des Kindes vor körperlicher und/ oder seelischer Gefährdung.


Ziele des Begleiteten Umgangs sind:

Das sozialpädagogische Ziel der Begleitung ist es, den Kontakt mit dem umgangsberechtigten Elternteil so herzustellen, dass das Wohl des Kindes gewährleistet ist und die Elternverantwortung wahrgenommen wird.
Der Begleitete Umgang unterstützt Eltern in ihrer Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, um eine für das Kind förderliche Elternbeziehung wieder aufzunehmen und eine tragfähige Umgangsregelung zu erarbeiten und zu erproben. Gegenseitiges Misstrauen, Schuldzuweisungen und Ängste, die der Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen schaden, sollten abgebaut werden.
Das Kind wird darin gestärkt, sein Befinden gegenüber seinen Eltern deutlich zu machen.


Grundlage der Arbeit ist die im neuen Kindschaftsrecht vorgesehene Möglichkeit der Inanspruchnahme des Angebotes des beschützten Umgangs nach § 1648 Abs. 4 BGB für den umgangsberechtigten Elternteil. 
Durch das Inkrafttreten der Reform haben Kinder und Eltern einen Rechtsanspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts, dem entsprochen werden muss. Damit wurde eine neue Möglichkeit eröffnet, die in problematischen Einzelfällen Hilfe und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts durch einen mitwirkungsbereiten Dritten vorsieht.
Die Anwesenheit einer qualifizierten Fachkraft bei der Durchführung von Besuchskontakten als so genannte ’neutrale Person’ ist hilfreich, wenn Eltern aufgrund vielschichtiger negativer Begleitumstände nicht in der Lage sind, miteinander die Kontakte zu organisieren.


Unser Angebot wird entsprechend der spezifischen Gegebenheiten, dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes und den Ansprüchen und Möglichkeiten der Eltern gestaltet. Das Kind steht im Mittepunkt dieses Prozesses.

In den Fällen, in denen das Jugendamt den Hilfebedarf anerkennt, obliegt ihm auch die Entscheidung darüber, in welchem Umfang der Begleitete Umgang durchgeführt werden soll.
Bei gerichtlicher Anordnung legt das Gericht unter Mitwirkung des Jugendamtes die Zeiten und Dauer des Begleiteten Umgangs fest.
Die Finanzierung des Begleiteten Umgangs wird im Bedarfsfall als Jugendhilfeleistung vom örtlich zuständigen Jugendamt übernommen.

Zuständige Mitarbeiterin beim Caritasverband:

Margret Wahrheit, Dipl. Sozialpädagogin 
Schellingstraße 11c
26384 Wilhelmshaven
Tel.:04421-303993
Fax: 04421-305370
E-Mail: m.wahrheit@caritas-whaven.de

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